Schrittmacherkontrolle

Schrittmacherkontrolle

Bei Funktionsstörungen im Reizleitungssystem des Herzens („elektrisch leitende Verbindungen zwischen den einzelnen Teilen des Herzens“) kann es zu sehr langsamem Herzschlag bis zum totalen Ausfall kommen. Bei diesen Erkrankungen kann es notwendig sein, einen Ersatz der „defekten Leitungen“ herzustellen. Dies geschieht durch die Anlage („Implantation“) eines Herzschrittmachers.

Der implantierte Schrittmacher überwacht als wesentliche Aufgabe die Herzschlagfolge (Herzfrequenz). Fällt ein Schlag aus oder wird der Abstand zwischen zwei Schlägen zu lang, greift der Schrittmacher ein und löst durch einen vom Patienten/von der Patientin nicht bemerkbaren elektrischen Impuls einen Herzschlag aus. Bei seltenen Fehlfunktionen kann ein Patient/eine Patientin dies spüren und sollte seinen Arzt/seine Ärztin zeitnah darauf aufmerksam machen. Der Schrittmacher ist auch in der Lage, Patienten/Patientinnen bei körperlicher Aktivität durch Steigerung der Herzfrequenz zu unterstützen, wenn das Herz dies nicht ausreichend leisten kann.

Während Herzschrittmacher ein zu „träges“ Herz kontinuierlich zum Schlagen stimulieren, kann ein ICD (Implantierter Cardioverter Defibrillator) mit gezielten Stromstößen ventrikuläre Herzrhythmusstörungen wie ein Kammerflimmern (vgl. HRST) beenden. Kammerflimmern ist die gefährlichste Rhythmusstörung des Herzens, dessen Auftreten in mehr als 90 % der Fälle zum Tod führt. Durch einen ICD kann dies verhindert werden. Ein ICD ist ein Gerät, das im Bedarfsfall geringe elektrische Impulse oder auch stärkere Elektroschocks abgibt.

Eine weitere Form der „elektrischen Therapie“ des Herzens ist die Resynchronisationstherapie (CRT-D). Sie stellt eine Kombination aus einem komplexen Herzschrittmacher und einem ICD dar. Sie findet Anwendung bei Patienten/Patientinnen mit einer Herzschwäche und Verzögerung der elektrischen Leitung in den Herzkammern (Linksschenkelblock). Durch zwei Elektroden zu den Kammern wird der verzögerte Stromfluss überbrückt und somit der Ablauf der Kontraktion (Zusammenziehen) des Herzmuskels verbessert. Da die betroffenen Patienten oft auch die gefährlichen ventrikulären Herzrhythmusstörungen (s.o.) entwickeln, wird fast immer aus Vorsicht in einem Aggregat ein ICD kombiniert (Primärprävention).

Um die Funktionen der verschiedenen implantierbaren elektrischen Geräte (Schrittmacher, ICD und CRT-D) zu warten und gegebenenfalls anzupassen, ist es erforderlich, dass regelmäßige Kontrollen (Abfragen) stattfinden. Die Abfrage dauert in der Regel nur 5-10 Minuten. Es wird u.a. die Batterie überprüft, um die Laufzeit des Gerätes zu bestimmen. Es werden Tests gemacht, um die Einzelfunktionen der Geräte zu kontrollieren, um den Stromverbrauch zu optimieren und um Anpassungen an den individuellen Bedarf vorzunehmen. Bei ICD oder CRT-D Geräten werden auch aufgetretene Arrhythmien analysiert. In der Regel erfolgen diese Abfragen alle 3-6 Monate in der Praxis.

Unsere Praxis hält die Abfragegeräte fast aller Firmen vor. Bei der Anmeldung zu einer Kontrolle halten Sie bitte den Geräteausweis bereit und bringen diesen auch zur Kontrolle in die Praxis unbedingt mit, um die Untersuchung für sie zügig durchführen zu können.

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